Hausgeschichten aus Einbeck

Seit sechs Jahrhunderten bauen Einbecker Bürger Häuser, sie renovieren sie und passen sie an ihre Bedürfnisse an. Immer wieder sind über die Jahrhunderte Häuser abgebrannt oder waren so beschädigt, dass sie abgebrochen werden mussten. Auf den Grundmauern, zum Teil auf den historischen Kellergewölben, sind neue Gebäude entstanden. So ist die Stadt im Wandel, erfindet sich immer wieder neu, passt sich an neue Bedürfnisse an und lebt die Geschichte der Einbecker Bürger weiter.

In den vergangenen Jahren ist die Region Südniedersachsen mit neuen Wandlungsprozessen konfrontiert: dem demografischen Wandel, der junge Menschen abwandern lässt und dem Strukturwandel im Einzelhandel, der zu einem zunehmenden Erfolg des Onlinehandels führt. In der Folge fallen Läden und Wohnungen leer.

Hier setzt die Bürgerinitiative Sch(l)aufenster an, spricht mit den Eigentümern und belebt leerstehende Schaufenster mit Informationen von lokalen Vereinen und Akteuren. Dies ist eine sinnvolle Übergangsnutzung, bis sich neue Mieter finden oder bis der Eigentümer kleinere oder größere Renovierungen durchgeführt hat, die die Wiedervermietung oder Umnutzung erleichtern.